Ankommen, da wo die Seele Ruhe findet.
Am Ende des Lebens stellen sich die Fragen mit einer ganz neuen Schärfe: Wo ist meine Heimat? Wo finden meine Kinder Wurzeln, wenn ich nicht mehr da bin? Wo gehöre ich hin?
Viele Menschen unserer Gesellschaft tragen diese Fragen in sich. Wer hier seit Jahrzehnten wirkt, wer hier sein Leben aufgebaut hat, der sollte am Ende nicht als Gast gehen müssen. Doch wir wissen, dass die Realität oft anders aussieht – dass die Gesellschaft Identität oft in Frage stellt, statt sie zu würdigen. Dass Menschen, die Deutschland seit ihrer Geburt ihr Zuhause nennen, sich dennoch rechtfertigen müssen.
Ein Zuhause statt einsamer Resignation. Wir sehen Menschen, die in schwerer Krankheit allein gelassen werden oder in ihrer Einsamkeit resignieren. Sie fühlen sich oft verpflichtet, alles „über sich ergehen zu lassen“, ohne dass ihre eigene Stimme, ihre kulturelle Identität oder ihre spirituellen Bedürfnisse gehört werden.
Wir sagen:
Niemand muss sich aufgeben. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem man sich nicht mehr verstellen, nicht mehr rechtfertigen und nicht mehr kämpfen muss. Unser geplantes Hospizhaus soll dieser Ort sein.
„Ya ayyatuha an-nafsul-mutma’inna“ – Oh du ruhige Seele. Wir möchten den Menschen diesen heiligen Vers als gelebte Praxis spürbar machen: „Oh du ruhige Seele, kehre zurück zu deinem Herrn, zufrieden und wohlgefällig; tritt ein unter Meine Diener und tritt ein in Mein Paradies.“ (Al-Fajr: 27–30).
Diese tiefe, spirituelle Ruhe, die Verheißung, dass die Seele nach allem Mühen endlich ankommen darf – genau diese Ruhe müssen wir jedem Menschen gewähren. Unser Haus soll ein Ort sein, der:
- Identität achtet: Ein Ort, an dem die Frage nach der letzten Ruhestätte nicht mit Angst, sondern mit menschlicher Wärme und Respekt vor der Familiengeschichte besprochen wird.
- Würde schenkt: Ein Ort, an dem schwere Krankheit nicht in Isolation endet, sondern in einer Gemeinschaft, die weiß, wer du bist und woher du kommst.
- Geborgenheit garantiert: Ein Ort, der die Brücke schlägt zwischen der Lebensleistung in Deutschland und der tiefen spirituellen Verwurzelung, die jeder Mensch am Ende seines Weges braucht.
Wir bauen an diesem Haus, damit niemand mehr in der Einsamkeit oder im Gefühl der Fremdheit gehen muss. Wir schaffen einen Ort, der einlädt – ein Zuhause, in dem die Seele zur Ruhe kommen darf, bevor sie ihre letzte Reise antritt.
